Warum gerade die Puppe?
Im Therapeutischen Figurenspiel wird das innere subjektive Erleben visualisiert. Über Symbol -und Bildersprache wird kommuniziert.Vieles, was im direkten Rollenspiel nicht gesagt wird, weil Mut oder Worte fehlen, wird stellvertretend durch die Puppe mitgeteilt.
Denn die Handspielfigur ist nicht nur das Ausdrucksmittel und Stellvertreter innerer Anteile und äußerer Gegebenheiten, sie bietet auch psychischen und physischen Schutz.
„Puppen sind bei Kindern deshalb so beliebt, weil sie ihnen Gelegenheit geben, ihre Fragen und ihre Sorgen in Ruhe, ohne Widerspruch und ohne ernsthafte Folgen auszuagieren. Man kann sie – ohne Konsequenzen befürchten zu müssen – beschimpfen, und Geheimnisse sind bei ihnen gut aufgehoben. Jede Handlung hat nur erdachte Folgen, so daß viele Möglichkeiten ausprobiert und variiert werden können.“ (Wüthrich K.u. Gauda, G.: Botschaften der Kinderseele. Puppenspiel als Schlüssel zum Verständnis unserer Kinder. München, Kössel -Verlag GmbH &Co 1997, 3.Aufl., S.21)
Neben dem Figurenspiel ist das Schöpfen (Modellieren) eigener innerer Figuren wesentlicher Bestandteil des Therapeutischen Figurenspiels.