Integrative Theaterpädagogik

Integrative Theaterpädagogik bedeutet  kreatives Improvisationsspiel ohne Leistungsdruck  unter Einbeziehung  unterschiedlicher alters- und themengerechter theatralischer Ausdrucksmittel ( Rollenspiel, Maskenspiel, Figurenspiel, Schattenspiel,...)

Ziele können neben  dem lustvollen kreativen Gestalten ( Bühnenbild, Requisiten, Masken, Figuren,...) und der Selbsterfahrung auch Stärken des Selbstwertgefühls, Aggressionsabbau, Gewaltprävention, Konfliktlösung, Sinnfindung Problembewältigung, Finden neuer Ziele und verbesserte Gruppendynamik in schon bestehenden Gruppen ( Klassenverband, Firmen, Familien,....) sein.

Integrative Theaterworkshops  für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden während der Ferienzeit , an Wochenenden  und auf Anfrage angeboten

Für  Integrative Theaterpädagogik an Schulen hat sich das improvisierte Theaterspiel  mit Handspielfiguren   unter Integration aller Schüler, unabhängig von  kultureller Herkunft, Leistungsniveau und Sprachkenntnisse als besonders geeignetes Medium für Gewaltprävention erwiesen.Die Figur bietet für das Kind psychischen und physischen Schutz.- Hinter der Puppe kann sich das Kind „verstecken“ und all das  Erzählen und Ausleben, wozu es sich sonst nicht traut oder was im Alltag verboten ist.- Da das Kind tatsächlich IN der Handspielfigur und somit IN der von ihm gewählten Rolle ist, werden Gefühle direkt auf die Figur übertragen und durch diese unmittelbar ausgespielt.- Die Puppe kann sämtliche Emotionen zeigen, sie kann lachen, weinen,  lieben aber auch wütend sein, hassen etc. .. Da im Kampf auf der Figurenbühne jedoch  nur die Puppe attackiert wird,  wird das Kind im wahrsten Sinne des Wortes körperlich nicht „angegriffen“ und fühlt sich in seiner eigenen Existenz nicht bedroht.

So gelingt es durch das Figurenspiel, Aggressionen kanalisiert statt gegen andere oder sich selbst gerichtet abzulassen und  durch das Auffinden von eigenen bis dato verborgenen Ressourcen und dem Erhöhen des kindlichen Selbstwertes, kreative gewaltfreie Konfliktlösungen zu finden und das Thema Gewalt präventiv zu bearbeiten.

Da im Figurenspiel auch immer über Bild-und Symbolsprache kommuniziert wird, sind sprachliche Barrieren im Theaterspiel kein  Verständigungshindernis.- Jedoch wird auch hier die Figur meist zum Helfer, der Mut zum Sprechen gibt.- Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache  trauen sich über die Handspielfigur ganze Geschichten zu erzählen, schüchterne Kinder werden auf einmal gesprächig. Erstaunlicherweise kann selbst das Stottern durch den Schutz der Puppe in jenen Momenten verschwinden, in denen das sonst stotternde Kind die Handspielfigur sprechen lässt.

So ist das Medium „Figurenspiel“ neben dem Einsatz gegen Gewalt und zur Erarbeitung von Konfliktlösungen  auch ein hervorragendes Instrument zum freudvollen Erlernen der Deutschen Sprache und zum Finden eigener fantasievoller Geschichten. 

VORSCHAU: SOMMERTHEATER-WOCHE für KINDER: Rollen-Masken.Figurenspiel 

Auch dieses Jahr unternehmen wir wieder eine Reise ins Land der Fantasie

Termin 1:   30.Juli -3.August 2012 (Jungscharhaus  Lainz/ Steinlechnergasse 16,
1130 Wien) 
Mo-Fr 9-16 Uh
 Termin 2: 6.August- 10.August 2012 (Eltern-Kind-Zentrum Hinterbrühl Obere Bachgasse 1, 2371 Hinterbrühl) Mo-Fr 9-16 Uhr


Zielgruppe: Kinder von 6-11 Jahren

Kosten: 185 Euro, inkl. Material, exkl. Mittagessen

Verpflegung: ca. 3, 50 Euro pro Tag für Mittagesses, kleine Pausenjause bitte selber mitbringen)

Inhalt:

Kreativ und mit viel Spaß wollen wir uns eine Woche lang ins Land der Fantasie begeben. Geschichten ausdenken, in verschieden Rollen schlüpfen, Szenen imptrovisieren, einfache Kostüme gestalten, schminken, Masken modellieren, Figuren schöpfen, einfache Requisiten und Bühenbider entwerfen und vieles mehr, möchten wir gemeinsam in dieser Woche ausprobieren.- Nur eines werden wir sicher nicht: Texte auswendig lernen.

Kursleitung und Anmeldung:

Mag.Isabella Gallé

06766139348

oder frohsch@therapeutisches-puppenspiel.at

Anmeldeschluss : 15. Juni 2012